Geschichte lernen

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„Warum soll ich mich mit etwas beschäftigen, das eh schon vorbei ist?“ – „Kümmern wir uns doch lieber um die Zukunft!“. Diese oder ähnliche Sätze hört man immer wieder. Was die Menschen, die solche Sätze von sich geben, nicht verstehen: Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit sind miteinander verknüpft. Jede Epoche ist nur der nächste Baustein, dessen Fundament die Vergangenheit ist. Wir würden nicht in einem Staat wie Deutschland leben, wenn es die Vergangenheit nicht gäbe. Unsere Gesellschaft wäre ganz anders geprägt ohne die Wiedervereinigung. Ohne den Zweiten Weltkrieg. Ohne den Ersten Weltkrieg. Diese Reihe lässt sich beliebig immer weiter in die Vergangenheit fortführen. Oft sind es große Ereignisse, die unsere Gesellschaft geprägt haben. Viel häufiger sind es aber die kleinen Entscheidungen, die ausmachen wer wir sind. Wenn sich Martin Luther nicht entschieden hätte, gegen die Katholische Kirche zu revoltieren, wo wären wir dann heute? Hätte Caesar die Römische Republik wiederhergestellt, wenn er nicht ermordet worden wäre? Mit solchen Fragen beschäftigen sich nicht nur Historiker, sondern auch Schüler und Interessierte jeden Tag. Durch solche Fragen können wir aufdecken, woher wir kommen und wie wir so geworden sind, wie wir heute sind. Und sobald wir die Antworten gefunden haben, wissen wir vielleicht, wohin uns unser Weg führt. Der Schlüssel zur Zukunft liegt in der Vergangenheit und wird in der Gegenwart geschmiedet.